Testkonzept

 

Basis dieses Konzeptes ist die „Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV)“ vom 14.Oktober 2020.

 

 

1. Zielsetzung

Dieses Testkonzept wird dem zuständigen Gesundheitsamt vorgelegt.

 

Nach Einreichung des Testkonzepts beim Gesundheitsamt werden für einen Zeitraum von bis zu 30 Tagen PoC-Antigen-Tests (Schnelltests) gemäß den Maßgaben des § 6 Abs. 3 Satz 3 TestV beschafft und genutzt, längstens jedoch bis zu einer diesbezüglichen Feststellung des Gesundheitsamtes.

 

 

2.  Bedarf und Beschaffung der PoC-Antigen-Tests (Schnelltests)

Zur Umsetzung dieses Testkonzepts und des Ziels der Verhütung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 ist ein Bedarf von 20 PoC-Antigen-Tests (Schnelltests)  monatlich pro Bewohner der vollstationären Einrichtungen erforderlich.

 

Unsere Einrichtung „Seniorenruhesitz Schloss Rahden“ versorgt derzeit 103 Bewohner. Dies entspricht einem monatlichen Bedarf von 2060 PoC-Antigen-Tests (Schnelltests).

 

Unsere Einrichtung „Seniorenheim Am Eibenweg“ versorgt derzeit 67 Bewohner. Dies entspricht einem monatlichen Bedarf von 1340 PoC-Antigen-Tests (Schnelltests)

 

Für den teilstationären und ambulanten Bereich ist ein Bedarf von 10 PoC-Antigen-Tests (Schnelltests) monatlich pro versorgte Person erforderlich.

 

Unser mobiler Pflegedienst „Pflegeteam pro Senior“ betreut 247 Personen. Dies entspricht einem monatlichen Bedarf von 2470  PoC-Antigen-Tests.

 

Unsere Tagespflegeeinrichtung „Arche“ versorgt aktuell 27 Gäste. Dies entspricht einem monatlichen Bedarf von 270 PoC-Antigen-Tests.

Es werden nur solche PoC-Antigen-Tests (Schnelltests) erworben, die durch das Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut festgelegten Mindestkriterien erfüllen und die auf der entsprechenden Übersicht des Bundes-instituts für Arzneimittel und Medizinprodukte unter www.bfarm.de/antigentests veröffentlicht sind.

 

3. Personal zur Durchführung der Testungen

Die Durchführung der Testungen erfolgt durch medizinisches Fachpersonal (Pflegefachkräfte gem. § 5a Abs. 1 IfSG) welches vorab eine Einweisung in die ordnungsgemäße Handhabung der PoC-Antigen-Tests (Schnelltests) erhalten hat. Die Einweisung erfolgt durch den Betriebsarzt unseres Unternehmens in dessen Praxis.

Insgesamt werden 20 Pflegefachkräfte vom Betriebsarzt in den Umgang und die ordnungsgemäße Handhabung eingewiesen. Diese Einweisung wurde schriftlich dokumentiert. Somit obliegt die Anforderungs,- und Organisationsverantwortung dem Betriebsarzt, die Durchführungsverantwortung obliegt den eingewiesenen Mitarbeitern.

Folgende Mitarbeiter werden durch den Betriebsarzt eingewiesen:

 

Seniorenruhesitz „Schloss Rahden“:

Nina Windhorst (PDL)

Elvina Warkentin (WBL)

Clarissa Meuser (QM)

 

Seniorenheim „Am Eibenweg“:

Ute Niestrat (PDL)

Manuel Janzen (PFK)

Anna Enns (WBL)

 

Pflegeteam „pro Senior“/ Residenz:

Kerstin Kassen (PDL)

Daniela Honsberg (PFK)

Katarina Keller (PFK)

 

Tagespflege „Arche“:

Dana Blotevogel (PDL)

 

 

4. Sicherstellung der Personalkapazität

Terminabsprachen für Testungen von Besuchern in den stationären Einrichtungen erfolgen in Absprache mit den Wohnbereichen, die Terminvergabe obliegt den jeweiligen Pflegedienstleitungen Frau Windhorst und Frau Niestrat.

 

Für Terminabsprachen sowie für Testungen von Pflegebedürftigen im ambulanten Bereich werden Personalkapazitäten bereitgestellt, die Koordinierung der Termine obliegt der Pflegedienstleitung Frau Kassen.

Die Durchführung der Tests der Mitarbeiter sowie der im selben Haushalt lebenden Personen im häuslichen Umfeld erfolgt durch die hierfür eingewiesenen Pflegefachkräfte.

 

Terminabsprachen für Testungen von Angehörigen der Gäste der Tagespflegeeinrichtung „Arche“ obliegen der Pflegedienstleitung Dana Blotevogel.

Die notwendigen Personalkapazitäten werden im Dienstplan berücksichtigt und die Zuständigkeiten sind allen Beschäftigten in der Einrichtung bekannt.

 

5. Einweisung in die Testung

Die Einweisung der für die Testung verantwortlichen, in Punkt 3 namentlich benannten Pflegefachkräfte erfolgte durch den Betriebsarzt der Einrichtung:

Dr. med. Rainer Hafer

Am Thie 10

32351 Stemwede

05474/1011

 

6. Zu testende Personengruppen und Häufigkeit der Testungen

Personen, die zukünftig versorgt werden, müssen vor der Aufnahme der Versorgung einen negativen PCR-Test aufweisen. Dies umfasst auch die Bewohner, deren Versorgung beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt wieder aufgenommen wird. Ein solcher PCR-Test kann nicht durch die Pflegeeinrichtungen durchgeführt werden. Das Testergebnis soll nicht älter als 48 Stunden sein.

 

Den Mitarbeitern wird ein wöchentlicher PoC-Antigen-Test (Schnelltest) angeboten. Neue Mitarbeiter werden vor Arbeitsaufnahme regelhaft mit einem PoC-Antigen-Test (Schnelltests) getestet (§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 TestV).

 

Bewohner der stationären Einrichtungen sowie die Klienten des Pflegeteams „Pro Senior“ und Gäste der Tagespflege „Arche“ sollen regelmäßig mit einem PoC-Antigen-Test (Schnelltests) getestet werden (§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 TestV). Ein solcher Test erfolgt in der Regel einmal wöchentlich. Es besteht keine Testpflicht, der Test wird angeboten.

 

Die Planung und Organisation der regelhaften Testungen erfolgt durch die jeweiligen Pflegedienstleitungen in Absprache mit den für die Testung eingewiesenen Pflegefachkräften.

 

Besuchern, die regelmäßig in die Pflegeeinrichtungen kommen, soll ein wöchentlicher Test angeboten werden. Besuchern, die nur unregelmäßig kommen oder noch nie zu Besuch in der Einrichtung waren, soll ein Test vor dem ersten Besuch angeboten werden (§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 TestV). Dies umfasst sowohl Besucher der Bewohner, als auch Dienstleister, Therapeuten, Ärzte und vergleichbare externe Personen.

 

Bei positivem Testergebnis ist ein Betreten der Einrichtung und damit auch ein Besuch des pflegebedürftigen Menschen nicht möglich.

Grundsätzlich ist ein wöchentlicher Testrhythmus vorgesehen. Beim Vorliegen von Symptomen wird unmittelbar getestet.

 

Unabhängig von den zuvor genannten Fallkonstellationen besteht für asymptomatische Kontaktpersonen (§ 2 TestV) und asymptomatische Personen, die in den letzten zehn Tagen in einer Einrichtung nach § 3 Abs. 2 TestV tätig waren, eine solche besucht haben oder durch eine solche behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht wurden (§ 3 TestV), ein Anspruch auf die Durchführung eines PCR-Tests. Ein solcher PCR-Test kann durch die Pflegeeinrichtung nicht durchgeführt werden.

 

7. Schutzausrüstung

Tests werden nur dann angeboten, wenn die erforderliche persönliche Schutzausrüstung (PSA) vorhanden ist. Die Schutzausrüstung wird von den jeweiligen Pflegedienstleitungen verwaltet, bei Bedarf ausgegeben und entsprechend des Verbrauches nachbestellt. Zur erforderlichen PSA gehören FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken sowie Handschuhe und ggf. Schutzkittel und Schutzbrillen oder Visiere. Wenn es während einer Testung zu einer Kontamination der Schutzausrüstung kommt, ist diese zu wechseln, um eine Kontamination der Umgebung auszuschließen.

 

Die verantwortlichen Pflegedienstleitungen sind:

Seniorenruhesitz „Schloss Rahden“: Frau Nina Windhorst

Seniorenheim „Am Eibenweg“: Frau Ute Niestrat

Pflegeteam „Pro Senior“:  Frau Kerstin Kassen

Tagespflege „Arche“: Frau Dana Blotevogel

 

8. Räumlichkeiten

Stationär: Die Testungen im Seniorenruhesitz „Schloss Rahden“ erfolgen im Café im Herrenhaus, als Warteraum steht der Vorraum der Cafés zur Verfügung. Die Testungen im Seniorenheim „Am Eibenweg“ erfolgen im Schulungsraum, als Warteraum steht die Eingangshalle zur Verfügung.  Die Räumlichkeiten sind entsprechend ausgeschildert. Testpersonen werden von den für die Tests zuständigen Pflegefachkräften entsprechend auf die Räumlichkeiten hingewiesen. Bei einer Testung im Bewohnerzimmer wird Sorge getragen, dass keine Kontamination der Umgebung erfolgt. Die notwendigen Materialien zur Durchführung der Testungen (PoC-Antigen-Test (Schnelltests), persönliche Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel) und zur Entsorgung dieser werden mitgeführt. In allen Räumen ist eine Lüftung möglich.

 

Ambulant: Die Testungen der versorgten Klienten und Pflegebedürftigen erfolgt entsprechend der Routenplanung durch eine der dafür zuständigen und geschulten Pflegefachkräfte im jeweiligen häuslichen Umfeld. Die Testungen der Mitarbeiter erfolgt in den Büroräumen des Pflegeteams „pro Senior“. Die Räumlichkeiten sind entsprechend ausgeschildert. Testpersonen werden von den für die Tests zuständigen Pflegefachkräften entsprechend auf die Räumlichkeiten hingewiesen. In den Räumlichkeiten zur Testung der Mitarbeiter ist eine Lüftung möglich. Bei der Testung im häuslichen Umfeld wird soweit möglich auf die Mög-lichkeit der Lüftung geachtet.

 

Tagespflege: Die Testungen der versorgten Gäste und Mitarbeiter der Tages-pflege „Arche“ finden im dortigen Therapieraum statt. Als Wartebereich dient der Eingangsbereich der Tagespflege.

 

9. Routenplanung (für die Testung der Klienten des Pflegeteams „pro Senior“):

Die Routenplanung erfolgt entsprechend dem Testrhythmus und dem ermittelten Bedarf auf der Basis der unter Punkt 6 genannten Personengruppen durch die Pflegedienstleitung Frau Kerstin Kassen.

Hierzu wird ein Dienstfahrzeug verwendet, das mit der erforderlichen Anzahl an PSA ausgestattet ist.

 

10. Genehmigung zur Testdurchführung bei gesetzlich betreuten Pflegebedürftigen

Zur Einholung der Genehmigung zur Durchführung des Testes kontaktiert die verantwortliche WBL bei Bedarf den Betreuer/ die Betreuerin im Vorfeld des Tests und informiert im Nachgang des Tests unmittelbar über das Ergebnis und ggf. weitere erforderliche Maßnahmen. Das Vorliegen der Genehmigung wird dokumentiert und bei den Pflegedienstleitungen hinterlegt.

 

11. Information der Mitarbeiter, der versorgten Personen sowie der Besucher

Für die Testung von Mitarbeitern, Pflegebedürftigen und Besuchspersonen der stationären Pflegeeinrichtungen und der Tagespflege steht ein Informationsschreiben zur Verfügung Diese sind auch in den Einrichtungen offen ausgehängt.

Das Pflegeteam „Pro Senior“ führt auf allen Touren ein Informationsschreiben mit und gewährleistet eine Aufklärung durch die Pflegefachkräfte. Ein Informationsschreiben für die Mitarbeiter hängt aus.

Die Information über die Testungen gewährleisten die jeweiligen Pflegedienstleitungen.

 

12. Meldung positiver Befunde

Bei einem positiven Testergebnis erfolgt immer eine Information an das zuständige Gesundheitsamt.

 

13. Dokumentation

Die Durchführung der Tests wird dokumentiert. Dies umfasst insbesondere den Namen der getesteten Person, das Datum, die den Test durchführende Person, das Testergebnis und bei einem Positivergebnis das Datum der Meldung an das zuständige Gesundheitsamt.

 

14. Entsorgung

Die verwendeten PoC-Antigen-Tests (Schnelltests) werden in gesonderten Abwurfbehältern entsprechend der Herstellervorgaben und gesetzlichen Rahmenbedingungen entsorgt.

 

15. Probedurchlauf

Es findet ein Probedurchlauf der Testung sowie der damit verbundenen Dokumentations- und Meldepflichten durch die dafür verantwortlichen Pflegefachkräfte vorab statt.

 

16. Durchführung der Testungen

  • Die Durchführung erfolgt gemäß den gesetzlichen Vorgaben und der Hersteller-angaben unter Einhaltung der Anforderungen dieses Testkonzepts.
  • Alle Testungen werden dokumentiert (siehe „XII. Dokumentation“).
  • Die Testergebnisse werden den Betroffenen nach Vorliegen unmittelbar mitgeteilt. Bei einem negativen Testergebnis ist kein weiteres Handeln erforderlich. Bei einem positiven Testergebnis muss stets das zuständige Gesundheitsamt informiert werden (siehe „XI. Meldung positiver Befunde“). Bei Bewohnern/versorgten Personen und Mitarbeitern erfolgen die nächsten Schritte entsprechend des Hygienekonzepts. Besucher dürfen die Einrichtung erst nach Vorlegen eines negativen PCR-Tests wieder betreten.

 

17. Evaluation und Anpassung des Konzeptes

Das Konzept wird in regelmäßigen Abständen im Sinne des PDCA-Zyklus überprüft und bei entsprechendem Bedarf angepasst.

 

Ergänzend zu diesem Testkonzept gelten die bestehenden Hygiene- und Besuchskonzepte fort.

Dieses Testkonzept wurde dem zuständigen Gesundheitsamt am 30.10.2020 gem. § 6 Abs. 3 TestV vorgelegt.

Das zuständige Gesundheitsamt hat am 19.11.2020 festgestellt, dass im Rahmen dieses Testkonzepts monatlich eine Menge an 6140 PoC-Antigen-Tests (Schnelltests) in eigener Verantwortung beschafft und genutzt werden kann.

 

 

 

 

 

Nadine Plüschau (WBL)

Olga Isaak (WBL)

Sabrina Bentkowski (PFK)

 

 

Peter Eilmes (stellv. PDL)

Finn Foerster (PFK)

 

 

 

Heidrun Nobbe (PFK)

Bettina Marschall (PFK)

Anna Galla (PFK)

 

 

Karin Thies (PFK)

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