Häkeln für Menschen mit Demenz

 

Eigentlich hatte Birgit Krämer vor dem Corona-Lockdown geplant, im Rahmen des ‚Miteinander…‘- Projekts eine Handarbeitsgruppe ins Leben zu rufen, um direkt vor Ort in netter Gesellschaft mit anderen kreativ zu sein. Doch kurz vor dem ersten Treffen musste diese leider zunächst abgesagt werden. Gerade im Lockdown ist es wichtiger denn je, sich mit schönen Dingen zu beschäftigen, die mitunter auch den Tagesablauf strukturieren. Dazu gehört, die Freude daran, etwas mit den eigenen Händen zu gestalten und es dann an eine liebe Person zu verschenken. Das ist eine Herzensangelegenheit, die einem selbst ebenso guttut wie dem Beschenkten selbst.

 

Bewohner*innen mit Demenz eine Freude machen

Aus diesem Engagement heraus ist die Idee entstanden, den Bewohner*innen der Rahdener Pflegeeinrichtungen (zunächst im Schlosss Rahden) eine Freude zu machen.  Menschen mit Demenz sind schwer zugänglich. Da gilt es, unterschiedliche Methoden zu finden, um mit ihnen Kommunikation aufzubauen.

 

Schnecke Lisbeth hilft bei Nervosität und Unruhe von Menschen mit Demenz

Die gehäkelte Schnecke ‚Lisbeth‘ ist hierbei eine Möglichkeit. Sie lässt sich gut in die Hand nehmen, ist weich, setzt Reize. Denn häufig führt Unruhe bei Menschen mit Demenz  zu nervösen und scheinbar ungezielten Bewegungen der Hände. ‚Lisbeth‘ soll Menschen mit Demenz darin unterstützen, sich sicherer und vertrauter in der Umgebung zu fühlen. Diese Idee, die die Projektkoordinatorin M. Schröder nun zunächst für die Bewohner*innen der stationären Pflegeeinrichtungen und der Tagespflege in Rahden aufgreifen möchte, ist  eigentlich ein Zufallsprodukt einer Demenzbeauftragten in einem Klinikum in Schleswig-Holstein (*Anmerk.: Krankenhaus St. Adolf-Stift in Reinbek). Denn gerade im Klinikalltag, in dem weniger Zeit für Patient*innen mit Demenz bleibt, ziehen Patient*innen aufgrund von Stress unruhig an Verbänden oder gar an Zu-und Ableitungen. Daher kann sich M. Schröder auch später gut vorstellen, ‚Lisbeth‘ im Krankenhaus Rahden zu solchen Patient*innen zu überbringen.

 

Weitere Ehrenamtliche gesucht

Für das Projekt werden noch weitere Ehrenamtliche gesucht, die Freude am Handarbeiten haben. Auch muss es dabei nicht nur bei der Schnecke ‚Lisbeth‘ bleiben. Denn M. Schröder hat noch weitere Ideen, wie z.B. das Nähen von Nesteldecken, Fühlmemory oder Frühjahrsdeko. Auch freut sich das Projekt über Woll- und Stoffspenden.

 

Weitere Informationen zu dem Projekt sowie Häkel- und Nähanleitungen gibt es bei der Projektkoordinatorin des Projekts ‚Miteinander und nicht allein- Zeit schenken macht Freu(n)de‘, Merle Schröder, Telefon: (05771) 914-6666.

 

 

Puzzleaktion Wir puzzeln Rahden – die schönsten Puzzlestücke ausgezeichnet

 

Viele schön gestaltete Puzzlestücke wurden im Dezember abgegeben. Die Projektkoordinatorin des Projekts Miteinander und nicht allein in Rahden (Merle Schröder) und die Familien- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Rahden (Heike Krüger) freuten sich über die zahlreichen Einsendungen.

Ziel der Aktion war es vor allem, ein Stück Gemeinschaft in der Zeit des Lockdowns zu schaffen. Alle Puzzlestücke zusammengesetzt ergeben ein ganzes gemeinschaftliches Bild, das symbolisch aufzeigt, wie auch im Lockdown viele Individuen eine Gemeinschaft bilden können. Nun kürte die Jury bestehend aus Herrn Claus-Dieter Brüning (Stadtheimatpfleger Rahden), Frau Hannelore Kühnen (Kunstlehrerin), Leonie Kracht, Heike Krüger (beide Stadt Rahden) sowie Merle Schröder (Projekt Miteinander und nicht allein) die Gewinner. Dabei wurde in zwei Kategorien vorgegangen (Erwachsene und Kinder). Die Gewinnerpuzzlestücke sind von: (1) Annette Meier-Topp sowie Tilda Hoffmann, (2) Maike Rose sowie Luisa Döpke, (3) Cynthia Storck, der DRK Kita Varl und Emma Rosenbach. Den Gewinnern werden die Preise in der kommenden Woche zugesandt. Die Jury gratuliert herzlich und wünscht viel Freude.

Wir puzzeln Rahden –

Die große Weihnachtsaktion

 

Die derzeitige Corona- Pandemie lähmt das gesellschaftliche Leben. In vielen Städten wird es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt mit gemeinsamem Punschtrinken und Vernaschen von winterlichen Spezialitäten geben. Vieles von dem müssen wir, jeder für sich, in diesem Jahr ins eigene Zuhause holen. Aus diesem Grund ruft das durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS.) NRW. geförderte Projekt ‚Miteinander und nicht allein‘ in Rahden dazu auf, die Krise als Chance zu nutzen und trotz allem gemeinsam kreativ zu werden. Freundliche Unterstützung kommt dabei von der Stadt Rahden.

Im Rahmen des Kreativwettbewerbs ‚Wir puzzeln Rahden‘ soll das Miteinander aller Generationen in der Pandemie-Zeit sichtbar werden – in Form vieler unterschiedlicher Puzzleteile, die sich am Ende zu einem Ganzen zusammenfügen lassen. Denn das Puzzle ist sinnbildlich ein Zeichen der Gemeinschaft, der Zusammengehörigkeit aller Rahdener Bürger*innen in Zeiten der Krise.

Ziel ist es, kreativ zu werden mit allem, was an Ideen vorhanden ist: gehäkelt, bestickt, bemalt, gekleckst, in Wort/ Schrift, fotografiert etc. der Kreativität und keine Grenzen gesetzt. Einzig das Thema ist hierbei vorgegeben: Weihnachts- und Winterzeit in Rahden. Dafür soll ausschließlich eine Malvorlage in Form eines Puzzlestücks genutzt werden. Diese ist in den beiden Abgabestellen sowie ab dem 25.11.2020 im Rahdener Einzelhandel erhältlich. Zu gewinnen gibt es insgesamt 5 Preise, Gutscheine für Bücher, Café- Besuch und Bastelbedarf, gesponsert von der Stadt Rahden, sowie Spiele, gesponsert durch das Projekt ‚Miteinander und nicht allein‘.

 

Weitere Informationen und Abgabeorte zu diesem Kreativwettbewerb unter dem Stichwort "Wir puzzeln Rahden"

Projektstützpunkt ‚Miteinander und nicht allein‘ (Pro Senior) · Katzengasse 6 · 32369 Rahden

Stadt Rahden · Lange Straße 5-9 · 32369 Rahden

E-Mail: MC-Schroeder@schloss-rahden.de

Telefon: 05771 9146666

Weitere Informationen auch auf der Homepage der Stadt Rahden

Teilnahmeschluss: 21.12.2020

 

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