Hygiene und Besuchskonzept

Besuchsformulare liegen mit desinfizierten Stiften in allen Eingangsbereichen unserer Einrichtungen aus.

Bitte füllen Sie dieses Formular vor Ihren Besuch unbedingt aus!

1. Einleitung

Zum Schutz der älteren Menschen mit Pflegebedarf in stationären Einrichtungen ist es auch weiterhin angezeigt, das Betreten der Einrichtung durch Besucher zu überwachen und zu steuern. Ältere Menschen mit Pflegebedarf stellen nicht nur wegen ihres Alters, sondern auch wegen einer häufig vorliegenden Multimorbidität eine besonders vulnerable Personengruppe dar, die höchsten Schutz benötigt. Absolute und generelle Besuchsverbote können aber auch zu einer vollständigen sozialen Isolation der Bewohner*innen führen und sind daher unverhältnismäßig. Dabei kann ein Mangel an sozialer Bindung das Risiko für psychische und physische Erkrankungen erhöhen. In der Besucherregelung muss zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der pflegebedürftigen Menschen und den gerade in stationären Einrichtungen notwendigen Maßnahmen des Infektionsschutzes eine fachliche und ethische Güter- und Interessenabwägung (Risikobewertung) getroffen werden. Weiterhin gilt, dass freiheitsbeschränkende Maßnahmen für Bewohner*innen von stationären Einrichtungen in diesem Zusammenhang nur durch einen Richter oder insbesondere durch das zuständige Gesundheitsamt oder die Landesregierung aufgrund des Infektionsschutzgesetzes angeordnet werden dürfen.

 

2. Zielsetzung

Ziel dieser Besucherregelung ist es, die negativen Auswirkungen der sozialen Isolation von Bewohner*innen der Einrichtungen zu lindern und gleichzeitig einen höchstmöglichen Infektionsschutz aufrechtzuerhalten.

 

3. Anforderungen für die Besuche in der Einrichtung

  • Besuche sind, mit bis zu zwei Personen innerhalb der Einrichtung und bis zu vier Personen im Außenbereich, erlaubt. Die Besuche sollen in separaten Räumen, bevorzugt auch in den  Außenbereichen stattfinden.
  • Besuche auf den Bewohnerzimmern sind mit bis zu zwei Besuchern gestattet und obliegen besonderen Hygiene und Schutzmaßnahmen.
  • Die Besuche sind auf je zwei Besuche pro Tag/Bewohner begrenzt.
  • Die Besuchsdauer ist, innerhalb der geregelten Besuchszeiten, nicht zeitlich begrenzt.
  • Definierte Besuchszeiten: Vormittags von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und am Nachmittag von 14.00 bis 18.00 Uhr

 

3.1 Anforderungen für die Besuche in der Einrichtung – an die Besucher

  • Vor Beginn des Besuches muss sich der/die Besucher*in registrieren lassen. Hierzu erheben wir die Daten des/der Besuchers*in und fragen mittels eines Screening und Kontakter-hebungsbogen (siehe Anlage 1- Erfassungsbogen) infektionsrelevante Informationen ab. Außerdem kontrollieren wir bei jedem Besucher die Temperatur und dokumentieren diese ebenfalls auf dem Screening und Kontakterhebungsbogen.
  • Jeder Besucher wird, vor Betreten der Einrichtung, über die allgemeine Hygieneverordnung, sowie über die Umsetzung in der Einrichtung und die damit verbundenen Verhaltensrichtlinien der Einrichtung informiert und aufgeklärt.
  • Bewohnerinnen und Bewohner dürfen die Einrichtung für bis zu sechs Stunden verlas-sen, sofern sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen und bei Betreten der Einrichtung die Hygienerichtlinien einhalten.
  • Bei Besuchen in den Bewohner-Zimmern haben Besucher, sowie Bewohner, einen Mund-Nasenschutz anzulegen. Unter diesen Voraussetzungen sind Berührungen zwischen Bewohner*innen und Besucher*innen wieder zulässig. Die Verantwortung für die Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes in den Bewohner-Zimmern obliegt den Bewohnern und Besuchern.
  • Die allgemeinen Hygieneverordnungen vom RKI (Robert-Koch-Institut) müssen beachtet werden. Hierzu gehören insbesondere die gründliche Händedesinfektion, das Tragen einer Mund-Nasen-Maske (diese ist vom Besucher mitzubringen und wird nur im Ausnahmefall von der Einrichtung gestellt), sowie der empfohlene Abstand zwischen Personen von mindestens 1,5 Metern.
  • Die Besucher*innen werden vor Betreten des Hauses über die einzuhaltenden Wege im Haus informiert. Besucher dürfen keine weiteren Bereiche begehen und haben den zu-gewiesenen Besuchsbereich, bzw. das Bewohner-Zimmer spätestens unmittelbar nach den Besuchszeiten auf direktem Wege zu verlassen.
  • Die zugewiesenen Besuchsbereiche dürfen während des Besuches nicht verlassen wer-den.

 

3.2 Anforderungen für die Besuche in der Einrichtung – durch die Einrichtung

  • Jeder Besucher muss sich VOR Betreten der Einrichtung an einem extra hierfür eingerichteten Infopoint anmelden
  • bereichsbezogene Zutrittsbeschränkungen sowie konkrete Wege für die Besucher*innen der Einrichtung (Flure, Sanitärräume, Besucherraum, Privatzimmer der Bewohner*innen …) sind festzulegen
  • Besucher*innen mit akuten Atemwegserkrankungen oder fieberhaften Erkrankungen dürfen die Einrichtung in keinem Fall betreten, der Mitarbeiter am Info-Point hat dafür Sorge zu tragen, einen Besuch in diesem Fall zu untersagen.
  • Desinfektionsmittel und Hinweise zu deren Benutzung sind unmittelbar im Eingangsbereich der Einrichtung zu platzieren
  • alle Besucher*innen sind INFO-Point vor der Einrichtung durch Einrichtungspersonal schriftlich mit Kontaktdaten, Datum, Uhrzeit und Dauer des Besuchs sowie Fragen nach dem Gesundheitszustand, Temperatur-Kontrolle und Kontakt mit Infizierten zu registrieren ( siehe Anlage 1- Erfassungsbogen)  sowie über Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen leicht verständlich aufzuklären (siehe Anlage 2- Anleitung Händedesinfektion) und auf deren Einhaltung zu verpflichten; alle Besucher*innen bestätigen mit ihrer Unterschrift, dass die Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen während des Aufenthaltes in der Einrichtung strikt eingehalten, und dass die Hinweise des Einrichtungspersonals bzgl. der Besuchsregelungen befolgt werden; bei Nichteinhaltung der Hygiene- und Verhaltensmaß-nahmen werden die Besucher*innen zunächst an die Besuchsregeln erinnert; werden die Regeln weiterhin nicht eingehalten, kann die Besuchsperson der Einrichtung verwiesen und ein Besuchsverbot für diese Person ausgesprochen werden
  • Bewohner*innen tragen während der Besuchszeit eine Mund-Nasen-Bedeckung soweit es der Gesundheitszustand zulässt, diese werden durch die Einrichtung gestellt
  • Mülleimer zur Entsorgung von Einmalartikeln werden in den Besuchsbereichen aufgestellt und regelmäßig von der Hausreinigung geleert
  • Nach einem Besuch findet eine ausführliche Reinigung und Desinfektion des Besuchsbereiches (Sitzflächen, Tische und alle Kontaktbereiche wie Türgriffe) durch die Hausreinigung oder durch das Einrichtungspersonal statt. Die geltenden RKI Richtlinien und Einwirkungszeiten (15 Minuten) der angewendeten Mittel werden hierbei zwingend berücksichtigt
  • die Besuchsregelung ist entsprechend des Infektionsgeschehens hinsichtlich der Verhältnismäßigkeit der Einschränkung regelmäßig zu prüfen
  • es erfolgt eine wöchentliche Risikobewertung und Auswertung der Maßnahmen durch die Einrichtungsleitung und Pflegedienstleitung. Bei Bedarf werden die Maßnahmen und Regelungen zeitnah angepasst
  • die Vorbereitung der Besuchsräumlichkeiten/Besuchsflächen wird in Abstimmung mit der Haustechnik und dem Gärtner für Besuche vorgenommen. Hierfür werden erforderliche Zugänge zur Fläche überprüft, ein Tisch mit maximal 3 Sitzgelegenheiten aufgestellt

Benennung der Besucherräume für die jeweiligen Wohngruppen:

  • Für den Bereich Platanenhof stehen die Terrasse auf der Ostseite des Gebäudes, vor dem Wintergarten und der „Raum der Stille“ im EG zur Verfügung.

  • Für die Wohnbereiche in den Bock`s Höfen, stehen das Café im Herrenhaus mit zwei Besuchsbereichen, sowie die Aufenthaltszonen vor dem jeweiligen Wohnbereich und ein Pavillon im Gartenbereich zur Verfügung.

  • Für den Bereich Sonnenhof EG wird die Terrasse bereitgestellt und eine Besucherzone im Flurbereich eingerichtet.

  • Für den Bereich Sonnenhof OG wird der Pavillon auf der Ostseite vor dem Bereich Sonnenhof genutzt und eine Besuchszone im Flur vor dem Wohnbereich eingerichtet.

  • die Besuche können unter Einhaltung der Hygieneregeln (insbesondere Händehygiene und Abstandsgebot) auch in einem zur Einrichtung gehörenden Außengelände stattfinden, sofern der Zutritt für Dritte ausgeschlossen ist
  • Ausnahmeregelung von dieser Regelung kann zur Wahrung der Verhältnismäßigkeit in besonderen Einzelfällen (z.B. Sterbebegleitung, akute Verschlechterung des Gesundheitszu-standes) in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgewichen werden, wenn der erforderliche Schutz durch andere/situationsadäquate Maßnahmen gewährleistet wird.
  • die ausgefüllten Screening und Kontaktnachweise werden von der zuständigen Pflegedienstleitung eingesammelt und in einem gesonderten Ordner verschlossen im Büro archiviert (Schutz der sensiblen Daten von Besuchern)

 

 

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